Erbses Klettercomics, Band IV: „Ich komme!“


Band IV hätte es eigentlich gar nicht geben sollen.

Der so genannte Ernst des Lebens hatte mich inzwischen massiv am Wickeln und der Spaß des Kletterlebens verkam zur immer blasser werdenden Erinnerung. So meinte ich, dass es nun wohl an der Zeit sei endgültig erwachsen zu werden und mit meinen drei Bänden die Comiczeichnerei gut sein zu lassen.
Ich habe mich ernsthaft versucht mit seriöser Arbeit. Ich war fleißig. Ich war gut. Ich hatte eine steile Kariere vor mir. Ich hätte reich und schön werden können.
Aber mir selbst den Zeichner wegamputieren zu wollen war ein Frevel, den mir das Leben mit voller Wucht um die Ohren gehauen hat.
Burnout.
Exit.

Als ich wieder denken konnte dachte ich: Na, wenn es sein soll, dann machst eben doch deinen Band IV. Und wenn, dann richtig! Der Name war Programm: „Ich komme!“

Den Jahrhundertsommer ’03 über ging ich wieder richtig viel zum Klettern. Ab Herbst veranstaltete ich dann einem Tag-und-Nacht-nonstop-Zeichnenmarathon, und als das Buch fertig war ging ich auf Zeichnertournee durch die Kletterhallen.

Diese schossen ja inzwischen überall wie die Pilze aus dem Boden. Das Klettern urbanisierte sich. Dieser Umstand wurde zu einem zentralen Topos im neuen Band und mit ihm kam nach dem Klettererbse, meinem Alpinisten und dem Stresser eine neue Figur ins Spiel: Der Hallenfuzzy. Damals eine von mir bespöttelte Figur, heute bin ich selber einer ;-D!
„Prolog“ und „Epilog“, die als Klammer um den Inhalt stehen, spiegeln meinen inneren Prozess wider, den es offensichtlich gebraucht hat, um Band IV an den Start zu bringen.

Ich bin heute sehr glücklich darüber, wie das gelaufen ist!