Gefahr im Felsenland

Erbses Kinderbuch

Auf dem Hintergrund, dass das Klettern inzwischen breitensportliche Züge trägt und viele von denen, die schon länger dabei sind, wacker Kinder in die Welt setzen (wie z.B. ich), ist in Zusammenarbeit mit Schorndorfer Autor Andreas Krohberger ein Bilderbuch entstanden, das im Herbst 2008 im TMMS-Verlag erschienen ist.

Die Geschichte:
Es ist Sommer, aber für den 7jährigen Tim lassen sich die Ferien ganz schlecht an. Die Eltern sind sehr eingespannt und er der Aufsicht der älteren Schwester unterstellt, die überhaupt keine Lust auf den Klotz am Bein hat. Sie zieht mit ihm los und weist ihm einen Platz zu, an dem er zu bleiben hat, während sie sich mit ihren Freunden trifft. Nun will es der Zufall, dass Tim sich dort mit einem Marienkäfer befreundet, nachdem er feststellt, dass er dessen Sprache „Illitisch“ spricht und sich in dessen Welt verkleinern kann. Von nun an werden die Ferien zu einem großartigen Abenteuer. Dabei spielt auch die Kletterei eine Rolle, aber Tim kann mit seinem Käferfreund Pelli sogar fliegen. Dann belauscht Tim das Gespräch zweier Kletterer: Das Felsenland, in dem Pelli mit seiner großen Familie und seinen Kumpels lebt, ist vom Bau eines Autobahnkreuzes bedroht.

Die beiden überlegen, was zu tun ist. Sie entwickeln einen Plan. Und es gelingt ihnen tatsächlich, das Felsenland zu retten. Die Sache endet in einem rauschenden Fest und mit Tims Erkenntnis, dass Schwestern doch gar nicht so doof sind…

Als mir Timo Marschner und Andi das Märchen vorstellten, war ich sofort begeistert. Es ist eine spannende, kurzweilige und sehr humorvoll erzählte Geschichte in der die menschliche Alltagsperspektive verlassen wird um in die kleine wunderbare Welt direkt neben dem Wegrand einzutauchen.
Ich hatte sofort die entsprechenden Bilder im Kopf. Dabei war mir klar, diese Geschichte lässt sich nicht in meinem klassischen Comicstil illustrieren Es war eine schöne und ernsthafte Herausforderung, die mich von April bis Ende August 2008 voll in Beschlag nahm. Mein Ziel war es, wirklich Bilder von „da draußen“ zu malen und die Natur nur so weit zu vermenschlichen, als es die Textvorgabe verlangt. Keine verzerrte Welt der „lila Kühe“ und pfannenkuchengesichtiger Biene-Maja-Visagen…

Nun liegt das Buch vor und ich freue mich am Ergebnis.
Und hoffe natürlich, dass möglichst viele Kletterkinder daran Freude haben mögen.