Klettercomics

Zeichner bin ich, so lange ich denken kann.
Kletterer bin ich vergleichsweise spät geworden, mit Anfang 20. Und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich das eine fast zwangsläufig mit dem anderen verbunden hat.

1995 war ich im südfranzösichen Claret. In der Szenekneipe der kleinen Ortschaft standen drei Leitzordner, angefüllt mit allem Möglichen an Infos und Anekdoten zu dem damals ganz jungen Klettergebiet. Dort fanden sich auch Kletter-Cartoons. Ich sah’s und war vollkommen elektrisiert,- das war absolut geil! Und sofort hatte ich selbst eigene Comicideen im Kopf. Es war die Initialzündung.

Ich habe das große – ja, unwahrscheinliche – Glück gehabt, mit meinen Klettercomcis zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Das Sportklettern entwuchs gerade seinen Kinderschuhen, war noch Subkultur, stand aber an der Schwelle sich lawinenartig zu entwickeln. Und im Stuttgarter Raum hatte die erste Sportklettergeneration mit dem Panicoverag und dem Magazin klettern schwäbisch fleißig eine Infrastruktur geschaffen, die mir die notwendigen Publikationsplatformen bot. So sind wir miteinender gewachsen, bis heute, surfend auf der immer noch nicht verebben wollenden Welle des modernen Klettersports.

Wie abgefahren. So was lässt sich nicht planen. Das Leben kann schon ganz wunderbar sein!